Dorstfeld und Kurdendemo

Wir waren Freitag dem 30.01. gleich zweimal auf der Straße. Wir trafen uns am U um dort den Protest unserer kurdischen Genoss:innen zu unterstützen. Von dort fuhren wir gemeinsam nach Dorstfeld. Dort waren wir Teil des Protest gegen das dortige Treffen der Nazis.

Rückblick Vortrag

Unter der Führung des selbsternannten Übergangspräsidenten Jolani morden und demütigen HTS Milizen die kurdische Bevölkerung.

Wir veranstalteten gemeinsam mit Genoss:innen von Dortmund161, FeminRuhr und Rise Up for 4 Rojava Ruhr. Vielen Dank für die gemeinsame Arbeit.

Und besonderer Dank für die Internationalist:innen für den interessanten Vortrag.

Solidarität mit Rojava

Als Antifaschist:innen sind wir solidarisch mit den Betroffenen der Angriffe dschihadistischer Milizen auf die demokratische Selbstverwaltung in Nord-Ost Syrien.

Nicht nur weil dort Zivilist:innen belagert, erniedrigt und ermordet werden, sondern weil diese Selbstverwaltung für uns ein Hoffnungsschimmer ist. In einer sich dauernd verschlimmernden Welt mit Krieg, Unterdrückung, Vertreibung, Hunger, Klimakatastrophe, Ausbeutung und Genozid sehen wir in Rojava eine Alternative ist möglich. Diese Selbstverwaltung wurde erkämpft und über Jahre durch immer wiederkehrende Reflexionprozesse erweitert.

Die demokratische Selbstverwaltung ist keine rein kurdische, sondern organisiert die multiethnische und -religiöse Gesellschaft. Sie ist der Schutzraum innerhalb Syriens für christliche und ezidische Minderheiten vor der Auslöschung durch Islamisten. Die Revolution in Rojava brach mit dem autoritären Assad Regime und führte basisdemokratische Kommunen ein. Energisch wurde der Kampf gegen patriarchale Strukturen aufgenommen. Frauenbefreiung ist ein wichtiger Aspekt der Gesellschaft. Im Kampf gegen den IS kämpften die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) gegen Dschihadisten. Die Rojava Revolution versucht eine ökologische Wirtschaft zu schaffen um die Lebensgrundlage in den selbstverwalteten Gebieten zu erhalten und ein nachhaltiges Leben zu ermöglichen.

Doch die Lage in Rojava könnte nicht dramatischer sein. Die Stadt Kobane, in der vor 11 Jahren der IS entschieden geschlagen wurde, wird wieder von Dschihadisten belagert. Die selbsternannte islamistische Übergangsregierung Syriens belagert die Stadt, abgesprochen mit der USA und Israel und unterstützt von der Türkei. Trotz Waffenruhe wurde Nahrungszufuhr, Wasser, Medikamente und Strom abgeschnitten. IS-Gefangene wurden befreit, Widerstandskämpfer:innen werden hingerichtet und geschändet. Es wird mit den Zöpfen ermordeter kurdischer Frauen posiert und es wehen wieder Flaggen des IS.

Auch Deutschland unterstützt das Morden. Schamlos läd Merz den ehemaligen al-Qaida Anhänger und jetzigen syrischen Übergangspräsidenten Ahmed „Jolani“ al-Sharaa ein. Es interessiert die deutsche Regierung nicht das er islamistischer Fundamentalist ist, ebenso interessiert sie nicht die Massaker an Kurd:innen oder den Massaker letzten Jahres an der alawitischen und drusischen Bevölkerung. Islamisten scheinen in Europa nur ein Problem zu sein, wenn sie hier Anschläge verüben, ansonsten scheut die BRD keine Mühe solche Menschenfeinde zu hofieren. In Rojava sehen wir genau gegen diese politische Verlogenheit der Merzregierung und der mörderischen Gewalt der Übergangsregierung eine Alternative.

Die Situation ist ernst. Millionen Menschen droht Unterdrückung, Gewalt, Vertreibung und Tod. Wir müssen solidarische mit ihnen sein. Organisiert euch, macht Druck, nehmt euch die Straße!

Freiheit für alle Unterdrückten!

BIJÎ BERXWEDANA ROJAVA!
Es lebe der Widerstand in Rojava!

Offenes Antifa Treffen Dortmund
Antifa Jugend Dortmund
Dortmund161

Rojavademo 20.01.

Am Dienstag den 20.01. gingen wir vor unserem monatlichen Treffen gemeinsam mit tausenden Kurd:innen und solidarischen Menschen auf der Straße. Bundesweit gab es Demos in Solidarität mit Rojava.

Die Lage in Rojava könnte nicht dramatischer sein. Die demokratische Selbstverwaltung, die eine alternative, multiethnische und -religiöse Gesellschaft auf den Grundlagen der Frauenbefreiung, sozialer Ökologie und radikaler Demokratie aufbaut, ist in Gefahr. Im syrischen Bürgerkrieg besiegten sie den IS, jetzt werden sie wieder von Jihadisten und der selbsternannten syrischen Übergangsregierung angegriffen. Es kommt zu Massakern, IS Kämpfer werden aus Gefängnissen befreit und Truppen hissen die Flagge des IS.

Als Antifaschist:innen sind wir solidarisch mit unseren kurdischen Genoss:innen, der Frauenbefreiung und dem Widerstand in Rojava.

Bijî Berxwedana Rojava!

Vortrag über Lage in Rojava

Die Lage in Rojava spitzt sich zu. Unter der Führung des selbsternannten Übergangspräsidenten Jolani morden und demütigen HTS Milizen die kurdische Bevölkerung. Die Lage ist sehr dynamisch und ändert sich täglich. Mittlerweile wehen wieder IS Fahnen in Syrien.

Während die Merz Regierung zu den Gräueltaten schweigt, können wir nicht fassungslos zusehen. Das fortschrittlichste politische Projekt des Nahen Ostens muss erneut den Islamischen Staat abwehren.

Eine Internationalistin von der Initiative demokratischer Konföderalismus Bochum berichtet uns von der derzeitige Situation und versucht uns Wege der Unterstützung aufzuzeigen.

Rojavademo 16.01.

Wir war am Freitag (16.01.) gemeinsam mit hunderten Kurd:innen und solidarischen Menschen auf der Straße um uns mit Rojava zu solidarisieren. Aktuell greift die selbsternannte syrische Übergangsregierung und islamistische Milizen die demokratische Selbstverwaltung in Rojava an. Die Lage verschlimmert sich seit Freitag zunehmend. Es kommt zu Massakern an Zivilist:innen.

In Rojava besiegten Kurd:innen den IS. Die Jihadisten wollen die Errungenschaften der Revolution in Rojava zerstören, die Frauenrevolution und die multiethnische und -religöse, demokratische Selbstverwaltung. Während wieder Menschen enthauptet werden und IS-Kämpfer aus kurdischen Gefängnissen befreit werden ist der Islamist und selbsternannte Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ist aktuell zu Besuch in Deutschland. Wie schon bei den Massakern an Drus:innen und Alwat:innen gibt es keine Reaktion der deutschen Politik.

Außerdem solidarisieren wir uns mit den Aufständen im Iran und und in Rojhelat. Bei den staatlichen Repressionen der Aufstände wurden bislang bis zu 12.000 Menschen getötet.

Als Antifaschist:innen stehen wir fest an der Seite unserer kurdischen Genoss:innen und der Frauenbefreiung und demokratischen Selbstverwaltung in Rojava.