Als Antifaschist:innen sind wir solidarisch mit den Betroffenen der Angriffe dschihadistischer Milizen auf die demokratische Selbstverwaltung in Nord-Ost Syrien.
Nicht nur weil dort Zivilist:innen belagert, erniedrigt und ermordet werden, sondern weil diese Selbstverwaltung für uns ein Hoffnungsschimmer ist. In einer sich dauernd verschlimmernden Welt mit Krieg, Unterdrückung, Vertreibung, Hunger, Klimakatastrophe, Ausbeutung und Genozid sehen wir in Rojava eine Alternative ist möglich. Diese Selbstverwaltung wurde erkämpft und über Jahre durch immer wiederkehrende Reflexionprozesse erweitert.
Die demokratische Selbstverwaltung ist keine rein kurdische, sondern organisiert die multiethnische und -religiöse Gesellschaft. Sie ist der Schutzraum innerhalb Syriens für christliche und ezidische Minderheiten vor der Auslöschung durch Islamisten. Die Revolution in Rojava brach mit dem autoritären Assad Regime und führte basisdemokratische Kommunen ein. Energisch wurde der Kampf gegen patriarchale Strukturen aufgenommen. Frauenbefreiung ist ein wichtiger Aspekt der Gesellschaft. Im Kampf gegen den IS kämpften die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) gegen Dschihadisten. Die Rojava Revolution versucht eine ökologische Wirtschaft zu schaffen um die Lebensgrundlage in den selbstverwalteten Gebieten zu erhalten und ein nachhaltiges Leben zu ermöglichen.
Doch die Lage in Rojava könnte nicht dramatischer sein. Die Stadt Kobane, in der vor 11 Jahren der IS entschieden geschlagen wurde, wird wieder von Dschihadisten belagert. Die selbsternannte islamistische Übergangsregierung Syriens belagert die Stadt, abgesprochen mit der USA und Israel und unterstützt von der Türkei. Trotz Waffenruhe wurde Nahrungszufuhr, Wasser, Medikamente und Strom abgeschnitten. IS-Gefangene wurden befreit, Widerstandskämpfer:innen werden hingerichtet und geschändet. Es wird mit den Zöpfen ermordeter kurdischer Frauen posiert und es wehen wieder Flaggen des IS.
Auch Deutschland unterstützt das Morden. Schamlos läd Merz den ehemaligen al-Qaida Anhänger und jetzigen syrischen Übergangspräsidenten Ahmed „Jolani“ al-Sharaa ein. Es interessiert die deutsche Regierung nicht das er islamistischer Fundamentalist ist, ebenso interessiert sie nicht die Massaker an Kurd:innen oder den Massaker letzten Jahres an der alawitischen und drusischen Bevölkerung. Islamisten scheinen in Europa nur ein Problem zu sein, wenn sie hier Anschläge verüben, ansonsten scheut die BRD keine Mühe solche Menschenfeinde zu hofieren. In Rojava sehen wir genau gegen diese politische Verlogenheit der Merzregierung und der mörderischen Gewalt der Übergangsregierung eine Alternative.
Die Situation ist ernst. Millionen Menschen droht Unterdrückung, Gewalt, Vertreibung und Tod. Wir müssen solidarische mit ihnen sein. Organisiert euch, macht Druck, nehmt euch die Straße!
Freiheit für alle Unterdrückten!
BIJÎ BERXWEDANA ROJAVA!
Es lebe der Widerstand in Rojava!
Offenes Antifa Treffen Dortmund
Antifa Jugend Dortmund
Dortmund161

